Zeitungsartikel aus der Nordsee-Zeitung (Di. 19.02.08 Kreisanzeiger):
Datenautobahn ist eine Bummelstrecke
194 Bürger beteiligen sich an Umfrage zu DSL 96 Prozent unzufrieden mit der Geschwindigkeit
Lunestedt (agp). Die Auswertung der DSL-Umfrage in Lunestedt ist abgeschlossen. 194 Bürger haben den im Dezember verteilten Fragebogen ausgefüllt. Nur 8 Prozent von ihnen fanden das Angebot der Internet-Datenautobahn ausreichend. Etwa 20 Prozent der Lunestedter Haushalte haben die Fragen beantwortet, die mit der Gemeindemitteilung versandt worden waren. Die Auszählung ist beendet: 96 Prozent der Umfrageteilnehmer wünschen sich einen schnelleren Internetanschluss, "und dies hat auch seinen Grund", meint Claas Götjen, der im Gemeinderat die Aktion angeregt hatte. 39 Prozent der vorhandenen DSL-Anschlüsse haben nur eine reale Geschwindigkeit von 384 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) und weniger -- nur 4 Prozent kommen überhaupt leicht über 1000 kbit/s (empfohlen worden war eine Messung unter der Internetadresse www.wieistmeineip.de/speedtest/). Viele Bürger monierten auch, dass sie bei ihrem DSL-Anbieter für eine Leistung zahlen, die noch nicht einmal ansatzweise vorhanden sei "Je weiter der Anschluss von der Vermittlungsstelle in Stubben entfernt liegt", weiß Claas Götjen, "desto weniger Chance besteht auf einen DSL-Anschluss." Insgesamt 18 Haushalte (9 Prozent) gaben an, dass ihnen mitgeteilt wurde, DSL sei bei ihnen nicht möglich. Vor allem die Anwohner am Ende der Wesermünder Straße in Richtung Heerstedt klagen laut Umfrage über die fehlende Anschlussmöglichkeit. An der Umfrage beteiligten sich auch viele Gewerbetreibende, die dringend eine schnelle DSL-Verbindung benötigen. 36 Prozent der Teilnehmer gaben an, den DSLAnschluss auch geschäftlich zu nutzen. Der durchschnittliche Wunsch für das schnelle Internet lag bei einer realen Mindestgeschwindigkeit von 5000 kbit/s. Viele merkten an, dass sie auch nichts gegen eine noch schnellere Verbindung hätten. Der tatsächliche Durchschnittswert liegt zurzeit bei etwas über 600 kbit/s. Ermittelt wurde auch, dass 102 vorhandene DSL-Anschlüsse von der Telekom eingerichtet wurden, 49 von EWE-TEL, und 17 DSLAnschlüsse laufen über andere Anbieter. Jetzt wird die Verwaltung erste Gespräche mit verschiedenen DSL-Anbietern führen.
Darstellung der Vermittlungsstellen mit DSL-Reichweite:
Äusserer Kreis, nur noch 1 Mbit/s möglich.
Zeitungsbericht aus dem Sonntgasjournal (24.02.08 S.32) der NZ von Christoph Bohn
Glasfaser soll DSL-Problem lösen EWE Tel: Gemeinden müssen investieren, um flächendeckende Versorgung zu gewährleisten Eine lückenlose flächendeckende Versorgung mit DSL ist nur durch den Bau eines eigenen Glasfasernetzes möglich. Das betonte Andreas Temmen von der Telekommunikationsfirma EWE Tel während des jüngsten Kamingesprächsabend des CDU Samtgemeindeverbands Beverstedt in Wellen. Allerdings müsste die entsprechende Kommune das Netz kaufen und könnte es dann an einen Internetprovider wie EWE Tel vermieten. In immer mehr Orten im Cuxland war der Ruf nach einer flächendeckenden Versorgung mit DSL laut geworden. Neben Privatkunden verlangen vor allem Firmen nach dem Anschluss an die Hochgeschwindigkeits-Datenautobahn, machen sogar ihre Ansiedlung in Gewerbegebieten davon abhängig. „Das jetzige Telefonnetz mit seinen Verbindungsstellen und Kupferkabeln ist für den flächendeckenden DSLBetrieb nicht ausgelegt“, sagte Temmen. Alle Anschlüsse, die weiter als 4,5 Kilometer on der Vebindungsstelle entfernt lägen, könnten kein DSL mehr empfangen. Das gelte meistens auch für Gewerbegebiete am Außenrand. Ebenso verringere sich die Leistung von DSL-Leitungen, je mehr Kunden angeschlossen seien. „Ein Ausbau der jetzigen ermittlungsstellen kommt nicht in Frage, da es eine Investition in veraltete Technik wäre“, erklärte Temmen. Es gebe zwar andere Möglichkeiten der DSL-Versorgung wie Richtfunk, Kabelnetz oder per Stromleitung doch diese seien entweder nicht leistungsfähig genug oder hätten andere Nachteile. „Einzig und allein das Glasfaserkabel löst das Entfernungsproblem“, erläuterte Temmen. Hier könnten dann sogar Übertragungsraten von mehr als 100 Megabit pro Sekunde erreicht werden – zum Vergleich: ein DSL-2000-Anschluss bringt es auf zwei Megabit pro Sekunde. Mit einem Glasfaseranschluss sei Telefon, Internet und Fernsehen in Hochauflösung möglich. 12 000 Kilometer Glasfaser hat die EWE Tel bereits in ihrem Verbreitungsgebiet in Weser-Ems verlegt, hauptsächlich, um die Stromerzeuger der Muttergesellschaft EWE miteinander koordinieren zu können. Zudem wurden bei jeder Verlegung eines EWE-Gasrohres bereits Leerrohre für Glasfaserleitungen in der Erde vergraben. „Ein Glasfasernetzwerk in einer Kommune kann innerhalb von einem halben Jahr installiert sein“, stellte Temmen in Aussicht. „Aber wir übernehmen nicht das wirtschaftliche Risiko.“ Kommunen könnten sich deshalb an die EWE Tel wenden, die dann das Kundenpotenzial, die Bodenbeschaffenheit und die Nähe zur nächsten Haupt-Glasfaserleitung ermittele. „Aufbauend darauf machen wir der Kommune ein Angebot für ein Netzwerk“, so Temmen. Zwar helfe EWE Tel, Finanzierungsund Fördermöglichkeiten zu erschließen, jedoch müsse die Kommune das Netzwerk kaufen. EWE Tel würde es dann aber mieten. Diese Aussage sorgte für Unmut unter den Anwesenden, da abzusehen ist, dass die Gemeinden sich ein solches Netzwerk nicht leisten können. Zwar stellt der Bund laut Temmen Fördermittel von acht Millionen Euro für sieben Jahre zur Verfügung, doch dieses Geld dürfte nicht annähernd für ganz Deutschland reichen. Claus Goetjen (CDU), Kreistagsabgeordneter und Mitglied des Samtgemeinderats Beverstedt, schlug der EWE Tel deshalb vor, die vier Südkreis-Kommunen Beverstedt, Hagen, Loxstedt und Schiffdorf zum Pilotprojekt zu erklären. Firmen haben indes noch eine andere Möglichkeit,über EWE Tel schnell an DSL zu kommen. „Wir bieten eine Direktverbindung mit zwei Megabit pro Sekunde“, so Temmen. Allerdings schlagen hier die Kosten für eine Internet-Flatrate mit 279 Euro pro Monat zu Buche.
Meinung von Christoph Bohn: Schwarzen Peter nicht Kommunen zuschieben Grundsätzlich ist es ja eine gute Nachricht, die Andreas Temmen von der EWE Tel da überbracht hat: DSL ist im gesamten Kreisgebiet möglich, nicht nur in den Hauptorten. Dazu muss nur ein Glasfasernetz aufgebaut werden. An der Realisierung werden die betroffenen Kommunen jedoch schwer zu schlucken haben, sollen sie doch nach Willen der EWE Tel die Kosten dafür tragen. Damit geraten sie in eine Zwickmühle: Da DSL mittlerweile fast unverzichtbar zur Internetnutzung gehört,ist es schon ein Standortnachteil, wenn die Technik nicht zur Verfügung steht. Das bedeutet zum einen, dass Bauplätze nicht verkauft werden können, und zum anderen – was vielleicht noch schwerer wiegt –, dass Gewerbegebiete nahezu wertlos werden, weil sich die Firmen nicht ansiedeln. Da hilft auch die so genannte Direktverbindung von EWE Tel nichts, da diese nicht gerade günstig ist. Auf der anderen Seite sind ja gerade die Kommunen im Südkreis so hoch verschuldet, dass sie sich ein Glasfasernetz gar nicht leisten können. Auch die Fördermittel vom Bund helfen da wenig, denn acht Millionen Euro für das ganze Land sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. EWE Tel macht es sich ein wenig zu einfach, wenn der Schwarze Peter einfach nur an die Kommunen geschoben wird – vor allem, wenn man bedenkt, wem die EWE gehört: Städte und Landkreise aus dem Ems-Weser-Elbe-Gebiet halten indirekt 100 Prozent der Anteile an der AG. Hier sind andere Lösungen gefordert, denn DSL gehört zur Grundversorgung. Vielleicht sollten sich hier mehrere Anbieter zusammentun – hier ist auch die Telekom angesprochen – und gemeinsam ein Netz aufbauen. Die Kommunen können diese Aufgabe jedenfalls nicht schultern.
Zeitungsartikel aus dem “Anzeiger” am Sonntag (16.03.08 Seite 1):
Ruf nach schnellen DSL-Verbindungen Datenautobahn auf dem Land oft nur Schleichstrecke Von Jürgen Peters
Beverstedt. Die einzelnen Telekommunikationsdienstleister versuchen, mit immer günstigeren Angeboten Kunden für die Highspeed-Internetnutzung per DSL zu gewinnen. Für knapp 40 Euro monatlich bietet der regionale Versorger EWE TEL einen ISDN-Telefonanschluss und DSL 16000, beides mit einer so genannten Flatrate. Doch längst nicht jeder kann dieses Angebot nutzen, insbesondere die Bewohner im ländlichen Raum sind häufig von der Datenautobahn abgeschnitten. Das wollen aber immer mehr Bürger nicht hinnehmen, in den betroffenen Gebieten wird die Forderung nach Zugang zu schnellen DSLVerbindungen immer lauter. Ende letzten Jahres startete der Lunestedter Ratsherr Claas Götjen eine Befragung zum Thema. Das Ergebnis war eindeutig. Von den knapp 200 Teilnehmern wünschten sich 97 Prozent ein schnelleres DSL, die tatsächlich erreichte durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit im Ort liegt mit etwas über 600 kbit/s deutlich unter den Anforderungen an einen solchen Anschluss. In manchen Straßen ist DSL erst gar nicht möglich oder nur eine lediglich von der Telekom angebotene Lightversion mit 384 kbit/s. Ähnlich verhält es sich in Heerstedt und Kirchwistedt, wo die beiden Bürgermeister eine ähnliche Befragung durchführten. - Im Beverstedter Rathaus ist man sich des Problems bewusst, schließlich ist eine moderne Telekommunikationsinfrastruktur ein nicht zu unterschätzender Standortfaktor. Samtgemeindebürgermeister Ulf Voigts steht mit Telekom und EWE in Kontakt, er will ausloten, was in einer konzertierten Aktion möglich ist. Technisch sei die ganze Angelegenheit eigentlich kein Problem, für DSL-Verbindungen können Glasfaserkabel, das WiMAX-Verfahren per Funknetz oder der UMTS-Standard genutzt werden. Doch Letzteres ist auch nicht wirklich schnell, und bei Errichtung eines zusätzlichen Sendemastes für WiMAX wird mit Widerstand aus der Bevölkerung gerechnet. So konzentriert man sich bei der Samtgemeinde darauf, die vorhandenen bereits verlegten Kabel und Kabelkanäle zu lokalisieren. Diese einfach erscheinende Aufgabe gestaltet sich ausgesprochen schwierig, beide Unternehmen verfügen angeblich nicht über einen kompletten Plan, was wo verlegt wurde. Deshalb wird sich Dieter Allers aus der Bauabteilung dieses Problems annehmen. Rasche Erfolge beim Anschluss der bislang unterversorgten Gebiete erwartet Ulf Voigts nicht. Und das die Samtgemeinde oder die einzelnen Mitgliedsgemeinden die Verlegung von Lichtwellenleitern im Ort bezahlen, erscheint bei dem prognostizierten Preis alleine für die kleine Ortschaft Hollen von knapp einer halbe Million Euro utopisch. So wird es dann wohl auch zunächst einmal für viele Bewohner „auf dem platten Land" bei der Nachfrage nach einem schnellen DSL-Anschluss heißen: „Kein Anschluss unter Ihrer Nummer!"
CDU-Antrag zur Sitzung des Rates der Gemeinde Lunestedt am 27. März 2008
Möglichkeiten der flächendeckenden DSL-Versorgung in Lunestedt
Der Rat der Gemeinde Lunestedt hat einstimmig am 27. März 2008 beschlossen,
dass die Verwaltung sowohl bei der Deutsche Telekom AG als auch bei der EWE-TEL GmbH Auskunft über das in Lunestedt vorhandene Kommunikationskabelnetz und dessen DSL-Tauglichkeit einholt. Dabei interessiert insbesondere, ob und in welchen Straßen bereits Kabel in Lichtwellenleitertechnik verlegt wurden,
dass die Verwaltung unter Berücksichtigung der eingeholten Informationen zum vorhandenen Kabelnetz bei allen in Betracht kommenden DSL-Anbietern Möglichkeiten und deren Kosten zur Verbesserung des DSL-Angebotes abfragt. Dabei sollte möglichst eine Übertragungsbandbreite von 6 MBit/s und mehr verfügbar sein,
dass die Verwaltung Kooperationsmöglichkeiten zwischen EWE-TEL und der Telekom über den Anschluss der von der EWE-TEL bereits verlegten Lichtwellenleiter mittels Outdoor-DSLAM an das vorhandene Kupferkabelnetz (in Cuxhaven bereits angewandte Technik) anregt bzw. abfragt,
dass sich die Verwaltung bei dem Betreiber des Mobilfunkmastes an der Lindenstraße nach Nutzungsmöglichkeiten mit WIMAX (DSL-onair) und den weiteren Planungen bezüglich Ausbau mit UMTS/HSDPA erkundigt,
dass die Verwaltung grundsätzliche Finanzierungsmöglichkeiten unter Einbeziehung von Fördermitteln aus verschiedenen Programmen •ZILE –Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung (Land Niedersachsen) •EU-Mittel für den ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg (Sozial- u. Regionalfonds der EU) •Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (Bund- und Land) prüft.
Begründung: Schnelle Internetzugänge sind in der heutigen Zeit und mit wachsender Bedeutung wesentlicher Bestandteil einer guten Infrastruktur, die wiederum von entscheidender Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung in ländlichen Regionen ist. Unsere Gewerbetreibenden haben bereits heute erhebliche Nachteile durch die bisher unzureichende DSL-Versorgung. Auch wird das Gewerbegebiet am Bahnhof durch eine optimale Kommunikationsanbindung an Attraktion gewinnen.
Zeitungsartikel aus der Nordsee-Zeitung (Mi. 09.04.08 Kreisanzeiger):
Beverstedt soll DSL-Modellregion werden Beverstedt (jfw). Bericht von der Sitzung des Rates der Samtgemeinde Beverstedt (Mo. 31.03.2008):
Der CDU/FDP Antrag beinhaltet den Wunsch nach einem DSL Modell-Projekt für Beverstedt. Die CDU/FDP-Gruppe bittet die Samtgemeindeverwaltung um Prüfung zur Erlangung von EU-Fördermitteln“. Weiterhin sollen Gespräche mit Telekom und EWE-Tel zur Schaffung einer DSL-Modellregion in der Samtgemeinde geführt werden. In vielen Orten seien die notwendigen Glasfaserkabel seit der Verlegung von Gasleitungen bereits vorhanden. Außerdem bestünden in der Nähe von Oldenburg und Cuxhaven schon solche Modellregionen, so CDU/FDP. Die viel kritisierte Unterversorgung mit DSL könnte damit in der Samtgemeinde behoben werden.
Zeitungsbericht aus dem Sonntgasjournal (13.04.08 S.15) der NZ von Christoph Bohn
Glasfaser für den Südkreis Chef der CDU-Kreistagsfraktion: EWE soll vier Kommunen zur DSL-Pilotregion machen
Kreis Cuxhaven (chb). Die vier Südkreis-Kommunen – die Samtgemeinden Beverstedt und Hagen sowie die Gemeinden Loxstedt und Schiffdorf – sollen Vorreiter in Sachen DSL werden. Das wünscht sich Claus Götjen (CDU), Chef der CDU-Kreistagsfraktion und Mitglied des Samtgemeinderats Beverstedt: „Die Telekommunikationsfirma EWE Tel sollte die vier Kommunen zur Pilotregion erklären, ein Glasfasernetz aufbauen und so die weißen Flecken in der DSL-Versorgung schließen.“ Am 16. April will Götjen einen Antrag zur besseren Breitbandversorgung im Regionalplanungsausschuss des Kreises (14.30 Uhr, Kreishaus Cuxhaven) einbringen. Eine Möglichkeit könnte ein Pilotprojekt sein, bei dem Landrat Kai-Uwe Bielefeld als Pate auftreten und auf die Muttergesellschaft EWE zugehen könnte, so Götjen. Da die AG zu 100 Prozent den Städten und Landkreisen aus dem Weser-Ems-Gebiet gehört, sind sowohl die Stadt als auch der Kreis Cuxhaven Miteigentümer. „Es muss im Bereich DSL etwas für den ländlichen Raum geschehen. Es muss Dampf auf den Kessel gemacht werden“, meint Götjen. Umfragen im Südkreis hätten gezeigt, dass gerade dieses Defizit ein besonderes Thema sei. In den Gewerbegebieten sei das Fehlen einer DSL-Versorgung ein entscheidender Standortnachteil auch für kleine und mittelständische Betriebe. Er findet es besonders merkwürdig, dass eine EWE-Tochtergesellschaft, die EWE Urbanisation Dienstleistungs GmbH, Neubaugebiete erschließe, dabei aber das Thema DSL vergesse. Das jetzige Telefonnetz mit seinen Verbindungsstellen und Kupferkabeln ist für den flächendeckenden DSL-Betrieb nicht ausgelegt, hatten kürzlich erst Vertreter von EWE Tel deutlich gemacht. Alle Anschlüsse, die weiter als 4,5 Kilometer von der Verbindungsstelle entfernt lägen, könnten kein DSL mehr empfangen. Die Firmenvertreter hatten Glasfasernetze als beste Lösung des Problems angepriesen. „Damit ist man sogar für zukünftige Anforderungen gerüstet“, hatte Andreas Temmen von EWE Tel betont. Hier könnten Übertragungsraten von mehr als 100 Megabit pro Sekunde erreicht werden – zum Vergleich: Ein DSL-2000-Anschluss erreicht 2 Megabit pro Sekunde. Zudem sind Internet, Telefon und Fernsehen in Hochauflösung möglich. 12 000 Kilometer Glasfaserkabel hat die EWE Tel bereits im Gebiet Weser-Ems verlegt, der Aufbau eines Netzes in einer Kommune kann nach Angaben von Temmen innerhalb eines halben Jahres abgeschlossen sein. Allerdings will EWE Tel diese Kosten nicht tragen. Nach Willen der Firma sollen die Kommunen das Netz kaufen und dann an die Telekommunikationsgesellschaft vermieten. Doch das können sich viele Kommunen auf Grund der Haushaltslage nicht leisten – trotz Fördergelder vom Bund. „Das könnte sich ändern, wenn die vier Kommunen zur Pilotregion erklärt werden“, sagt Götjen. Vor allem könnten beim Verlegen der Glasfaserkabel Synergieeffekte erzielt werden, weil viele Kommunen sowieso gerade neue Versorgungsleitungen für Straßenbeleuchtung legen oder ihr marodes Schmutzwassernetz sanieren müssten. „Hier könnten sich Kommunen und EWE an einen Tisch setzen“, schlägt der Politiker vor. Sicherlich lasse sich das Projekt nicht in zwei Jahren verwirklichen, aber man könne Prioritätenlisten erstellen.
Zeitungsartikel aus der Nordsee-Zeitung (Do. 17.04.08 LANDKREIS CUXHAVEN S.20):
Kreis drückt bei DSL auf die Tube Schnelles Internet: Agentur will Bürger befragen
Kreis Cuxhaven (ih). Der Kreis will sich um schnellere Internet-Anschlüsse im Cuxland kümmern. Erster Schritt: Die Bürger in allen 14 Kommunen sollen befragt werden, ob sie zu Hause einen DSL-Anschluss bekommen können. Das berichtete Michael Krohn, Leiter der Agentur für Wirtschaftsförderung, gestern im Planungsausschuss. Damit wollen Agentur und Kommunen genau ermitteln, welche Dörfer und Ortsteile noch keine Auffahrt auf die Datenautobahn haben. Auf die Tagesordnung gebracht hatte das Thema CDU-Fraktionschef Claus Götjen. Er möchte die Kommunen Beverstedt, Hagen, Loxstedt und Schiffdorf zur DSL-Pilotregion machen und fand dafür einhellige Zustimmung – auch wenn offen blieb, was das nun genau bedeuten soll. Klar wurde aber, dass die Versorgung mit Breitband-Anschlüssen in der Elbe-Weser-Region vielerorts mager ist. Eine Umfrage der Agentur hat ergeben, dass es in allen 14 Städten und Gemeinden im Kreis noch weiße Flecken gibt. Der Grund: Nur im Umkreis von bis zu vier Kilometern um die grauen Telekom-Verteilerkästen kann DSL problemlos installiert werden. Für größere Entfernungen – und die gibt es auf dem platten Land häufig – muss viel Geld in die Übertragungstechnik gesteckt werden. Vor dieser Investition aber scheuen die Anbieter zurück, weil auf den Dörfern zu wenig Kunden herausspringen. Oder sie fordern das Geld dafür – wie jüngst die Telekom und die EWE Tel in Nordholz oder in Beverstedt – bei den Gemeinden ein. Für die SPD-Politiker im Planungsausschuss Anlass für Unmut: „Die Kommunen müssen jetzt die Folgen der Privatisierung der Telekom ausbaden“, klagte Uwe Dubbert. Und Ullrich Köster forderte, dass in Sachen Breitband der Gesetzgeber gefordert sei. Er müsse die Anbieter dazu verpflichten, auch die Dörfer zu versorgen. Immerhin winken ab Sommer Fördermittel. Land, Bund und EU wollen allein in Niedersachsen bis zu 16 Millionen Euro in schnellere Internet-Anschlüsse pumpen. Gemeinden, die in den Genuss der Gelder kommen wollten, müssten aber selbst aktiv werden, unterstrichen Kreisdezernent Günter Jochimsen und Dr. Derek Meier, Leiter des Breitbandkompetenzzentrums in Osterholz-Scharmbeck. Nur wer vor Ort den genauen Bedarf ermittelt und Angebote von allen möglichen Anbietern eingeholt habe, habe überhaupt eine Chance, an die Gelder zu kommen, betonte Meier. „Die Zuschüsse“, so der DSL-Experte, „werden nur an Kommunen gegeben, für die es auf dem Markt tatsächlich kein kostengünstiges Angebot gibt.“ Und das müssten die Gemeinden bei ihrem Antrag eben genau nachweisen.
Zeitungsbericht aus dem Sonntgasjournal (20.04.08 S.15) der NZ
Alle Optionen sollen geprüft werden Ausschuss will DSL-Versorgung verbessern
Kreis Cuxhaven (kop). Breitband-Bereitstellung ist wohl oder übel Aufgabe der Kommunen geworden. Das stellte der Kreisausschuss für Regionalplanung und Wirtschaft während seiner jüngsten Sitzung mit schier unüberhörbarer Ernüchterung fest. Denn die Telekom lege zwar entsprechende Kabel, wo es ihr lohnend erscheine. Verpflichten lässt sich der ehemals staatliche Kommunikationsdienstleister dazu allerdings nicht. In weiten Teilen des Kreisgebiets ist der Zugang ins Internet via Breitband zwar möglich – vorrangig allerdings in den Zentren wie Stadt Cuxhaven, Dorum oder Langen. Dazwischen gibt es zahlreiche „weiße Flecken“: Orte, an denen sich Webinhalte nur im Schneckentempo, weil über ein 56-kBit- Analogmodem aufbauen. Ein Unding aus Sicht der Regionalplaner, die dabei längst nicht nur das pure Surfvergnügen im Auge haben, sondern Erfordernisse eines zeitgemäßen Wirtschaftsstandortes: Rückgriff auf schnelle Down- und Uploadkapazitäten sei für Firmen und Betrieb mittlerweile unverzichtbar, ganz gleich ob sich die Unternehmen in Ballungsräumen oder in der Fläche befänden. Die CDU-Kreistagsfraktion mit ihrem Vorsitzenden Claus Götjen an der Spitze beantragte am vergangenen Mittwoch unter einhelliger Zustimmung der politischen Konkurrenten, alle zu Verfügung stehenden Optionen für eine Ausweitung des Breitbandnetzes im Landkreis zu prüfen. Bei zwei Anbietern (Deutschen Telekom AG und der EWE-Tel GmbH) sollen Kostenvoranschläge eingeholt werden, wobei sich die koordinierend tätige Kreisverwaltung nicht nur auf Kabel- Lösungen versteifen, sondern auch die Möglichkeit „DSL on air“ (über Richtfunkmasten) prüfen soll. Ausgaben für eine Breitbandanbindung könnten teilweise über Strukturfördermittel bestritten werden. 16 Millionen Euro werden nach Angaben des Breitband-Kompetenzzentrums Osterholz niedersachsenweit vergeben.
Zeitungsartikel aus der Nordsee-Zeitung (Di. 29.04.08 LANDKREIS CUXHAVEN S.15):
Bund soll Dörfern ins Breitbandnetz helfen Kreistag berät über DSL-Anschlussprobleme
Kreis Cuxhaven (us). Die Versorgung mit schnellen Internet-Anschlüssen ist in vielen Teilen des Kreises Cuxhaven nach wie vor ein Problem. Das soll sich ändern. In Berlin haben jetzt drei Bürgermeister aus dem Cuxland mit 200 weiteren Kommunalpolitikern zusammen mit der SPD-Bundestagsfraktion nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Besonders die Einwohner kleiner Dörfer wie Wanhöden, Meckelstedt und Ueterlande leiden unter dem fehlenden Anschluss ans DSL Breitbandnetz, das den schnellen Datenfluss garantiert. Bundesweit sind es rund 2000 Gemeinden, die über keinen oder keinen ausreichenden Breitbandanschluss verfügen – rund zehn Prozent der Bevölkerung. Um das Problem zu lösen, hat der Bundestag jetzt beschlossen, die Bundesregierung aufzufordern, eine „Task Force“ einzurichten. Sie soll Hilfestellungen für die unterversorgten Kommunen anbieten. Außerdem sollen öffentliche Fördermittel wie EU-Strukturhilfen und Regionalfonds sowie finanzielle Hilfen des Bundes zur Verfügung stehen. „Falls dies alles nicht ausreicht, werden wir uns einsetzen, dass auf der EU-Ebene die Aufnahme von Breitband-Internetanschlüssen als Universaldienst durch die Mitgliedsländer grundsätzlich ermöglicht werden soll“, teilte die Imsumer SPD Bundestagsabgeordnete Annette Faße mit. Mit dem Ausbau der Breitbandversorgung befasst sich auch der Kreistag Cuxhaven auf seiner Sitzung am Mittwoch ab 16 Uhr im Kreishaus in Cuxhaven. Die CDU/FDP-Gruppe macht sich dafür stark, dass die Kreisverwaltung gemeinsam mit den Betreibern Deutsche Telekom und EWE-Tel nach Lösungsmöglichkeiten sucht.
Zeitungsbericht aus dem Sonntgasjournal (11.05.08 S.14) der NZ
Fördermittel für DSL?
Kreis Cuxhaven. Einstimmig hat sich der Kreistag dafür ausgesprochen, sich in der Wirtschaft für eine bessere DSL-Versorgung im Landkreis stark zu machen. Die Verwaltung soll nun entsprechende Gespräche mit den beteiligten Unternehmen führen. Dabei sollen auch Kooperationsmöglichkeiten zwischen EWE-Tel und Telekom ausgelotet werden. Zudem ist geplant, zu prüfen, ob das Breitband-Netz mit Hilfe von Fördermitteln ausgebaut werden kann. In der Begründung heißt es: „Eine leistungsfähige Breitband-Infrastruktur ist eine wesentliche Voraussetzung für Wachstum, Innovation und Arbeitsplätze.“
Lunestedter Gemeindemitteilung (03.07.08)
Erstes Angebot eines DSL-Anbieters
Liebe Lunestedterinnen! Liebe Lunestedter! kurz vor den Sommerferien ist es wieder an der Zeit, über aktuelle Angelegenheiten in der Gemeinde zu berichten:
Bei der DSL-Umfrage für Lunestedt hat es einen erheblichen Rücklauf gegeben. Bisher liegt ein konkretes Angebot eines Anbieters vor. Hier müsste nach den Sommerferien geklärt werden, wie die Finanzierungslücke gedeckt werden soll.
Zeitungsartikel aus der Nordsee-Zeitung (Sa. 29.08.08 LANDKREIS CUXHAVEN ):
Schnelles Netz braucht noch Zeit DSL-Förderung fließt frühestens 2009 ins Cuxland
Kreis Cuxhaven (ih). Die Internet-Fans stehen in den Startlöchern: Bund, Land und EU pumpen ab diesem Jahr Geld in die digitale Provinz, um auch die Dörfer an die Datenautobahn DSL anzuschließen. Im Cuxland aber muss man sich gedulden. Erst 2009 können Fördergelder fließen, weil Kommunen und Kreis noch in den Vorbereitungen stecken.
„Die Fördermittel, die jetzt nicht abgerufen werden, verfallen aber nicht“, stellt Michael Krohn klar, Leiter der Wirtschaftsförderung im Cuxland, die sich der DSL-Sache federführend angenommen hat. Am 1. September läuft die erste Frist für Förderanträge ab. 2,5 Millionen Euro verteilt das Land in diesem Jahr, um dem platten Land zu DSL-Anschlüssen zu verhelfen. Denn während in den Ballungsräumen nahezu alle Bürger per Breitband im Internet surfen, sieht es auf den Dörfern mager aus. Der Grund: Um die Provinz anzuschließen, müssten die Anbieter in die Übertragungstechnik investieren. Und davor scheuen sie zurück, weil auf dem Land zu wenig Kunden herausspringen. Deshalb hilft jetzt der Staat. 17,5 Millionen Euro sollen bis 2014 in Niedersachsen in den Ausbau des Breitbandnetzes fließen. Ein einzelnes Projekt darf dabei mit maximal 100000 Euro gefördert werden. Um in den Genuss der Fördermittel zu kommen, müssen die Kommunen ein festgelegtes Prozedere durchlaufen. Wichtiger Partner dabei ist das Breitband-Kompetenzzentrum, das das Land erst im Juni ins Leben gerufen hat. Die Internet-Fachleute dort sollen die Kommunen beraten. Derweil hat die Agentur für Wirtschaftsförderung im Cuxland eine Umfrage gestartet, um den genauen Bedarf an DSL-Anschlüssen auf den Dörfern zu ermitteln – eine Voraussetzung, um an die Mittel zu kommen. 63000 Haushalte wurden angeschrieben, die Ergebnisse müssen wiederum zusammen mit den Experten vom Kompetenzzentrum ausgewertet werden. „Das dauert natürlich seine Zeit“, sagt Wirtschaftsförderer Krohn. Im Herbst, hofft er, könne er die Ergebnisse präsentieren. „Aber uns geht kein Geld durch die Lappen“, betont er. Denn durch den engen Zeitplan halte sich die Nachfrage nach den Fördermitteln bislang in Grenzen. Erst fünf Kommunen in Niedersachsen hätten einen Antrag gestellt, sagt Krohn. „Wir sind noch vorne mit dabei“, beruhigt er. Denn das Cuxland gehört zu den ersten sieben Kreisen in Niedersachsen, die die Umfrage bereits gestartet haben. An den Geldern dürften viele Gemeinden interessiert sein. Denn überall im Cuxland gibt es weiße Flecken, wenn man die DSL-Versorgung betrachtet. Und mancherorts wie in Lintig, Wanhöden oder auch Kirchwistedt haben Bürger bereits Initiativen für ein schnelleres Internet gestartet.
3.04.09 DSL Aktuell
Die Lunestedter DSL-Initiative trägt Früchte! Die Telekom hat nun bekannt gegeben, dass Sie die umliegenden Orte der Vermittlungsstelle Stubben (Vorwahlbereich 04748) mit Glasfaserkabel (LWL) ausbauen wird. In Lunestedt und Hollen wird dann eine DSL Versorgung mit bis zu 16 Mbit/s möglich sein. Es laufen noch Gespräche mit der Verwaltung und nach Ostern beginnt die Bauplanung. Die Glasfaserkabel (Lichtwellenleiter) werden dann mittels Outdoor-DSLAM an das vorhandene Kupferkabelnetz (Kabelverzweiger) im Ort angeschlossen (hier Infos zur Technik).
Zeitungsbericht aus dem Sonntgasjournal (12.04.09 S.18) der NZ
Neue Hoffnung für DSL
Samtgemeinde Beverstedt (rki). Moderne, schnelle Kommunikation via Internet ist eigentlich Standard. Allerdings nicht in Bokel, Lunestedt und Hollen. Die Samtgemeindeverwaltung hat sich dieses Problems angenommen. Jetzt zeichnen sich erste Änderungen ab, denn nach Ostern will die Deutsche Telekom endlich mit den notwendigen Baumaßnahmen dafür beginnen.
Für Samtgemeindebürgermeister Ulf Voigts ist dies ein Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum. In Bokel, Hollen und Lunestedt werden zunächst die Leerrohre verlegt, in die dann später das Glasfaserkabel, das den besseren und schnellen Internetzugang ermöglicht, eingezogen werden. Somit wird dann endlich die lang gewünschte DSL-Internet-Anbindung dieser drei Kommunen bis Ende des Jahres realistisch werden.
Zeitungsartikel aus dem “Anzeiger” am Sonntag (19.04.09 Seite 2):
Telekom will Breitbandversorgung verbessern: Bauarbeiten beginnen
Beverstedt (jwp). Freudige Überraschung für die Bürger in Bokel, Hollen und Lunestedt. Bereits nach Ostern will die Deutsche Telekom mit Bauarbeiten in diesen Gemeinden beginnen, um hier die Breitbandversorgung zu verbessern. Das teilte die Samtgemeinde in einer Pressemitteilung mit. Bislang gibt es beispielsweise in Lunestedt maximal DSL 1000, vielerorts auch nur ein so genanntes „DSL light" mit einer Übertragungsrate von 384 kbit/s. Kunden der EWE müssen sich gar mit ISDN und damit einem sehr limitierten Netzzugang begnügen. Doch nun gibt es Licht am Ende des derzeit noch arg verstopften Datentunnels. Zunächst sollen Leerrohre für das Glasfaserkabel verlegt werden. Somit sei, so der Text der Pressemitteilung, „die lang gewünschte Anbindung der Gemeinden Lunestedt und Hollen und Verbesserung des Angebots in Bokel bis Jahresende realistisch." Samtgemeindebürgermeister Ulf Voigts zeigte sich erfreut, für ihn ist der Beginn dieser Maßnahme „ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Infrastruktur im ländlichen Raum".
Zeitungsartikel aus der Nordsee-Zeitung (Sa. 02.05.09 Kreisanzeiger ):
Internetzugang zum Jahresende schneller Bürgermeister Voigts sieht bessere Infrastruktur
Beverstedt/Axstedt (gwh). Im flachen Land gibt es viele weiße Flecken bei der Breitbandversorgung für den schnellen Internetzugang. In den Gemeinden Bokel, Hollen, Lunestedt, Axstedt, Oldendorf und Hellingst soll dieses DSL-Problem bis Jahresende behoben sein. Im Auftrag der Deutschen Telekom hat eine Tiefbaufirma bereits damit begonnen, Leerrohre für das Glasfaserkabel zu verlegen. Sie arbeitet sich derzeit Zug um Zug von Axstedt in Richtung Hollen vor. Für Beverstedts Samtgemeindebürgermeister Ulf Voigts ist für Privatnutzer und vor allem auch Firmen ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Infrastruktur im ländlichen Raum: „Die lang gewünschte Anbindung an DSL-Netz von Lunestedt und Hollen sowie die Verbesserung des Angebots in Bokel ist somit bis Jahresende realistisch.“ Die Appelle von Politik, Bürgern und Gewerbetreibenden sowie die Ergebnisse einer Bedarfsumfrage im vergangenen Jahr haben offenbar die Entscheidung der Telekom, die beiden Bereiche der Samtgemeinden Beverstedt und Hambergen jetzt zügig anzugehen, maßgeblich beeinflusst. Entscheidend aber ist auch, dass es für diese Maßnahmen Bundesmittel aus dem Konjunkturpaket gibt. Der Lückenschluss in der Breitbandversorgung war seit langem im Gespräch. Erst sollten die Kommunen die Kosten für die Einführung in ihren Gemeinden selber tragen. Dann aber entwickelten die Anbieter eigene Pläne, mit dem Ergebnis, „dass es eigentlich schon eine Zusage vom Oldenburger Anbieter Ewetel gab“, so Bürgermeister Voigts. Mit Unterstützung der Bundesmittel ist nun aber die Telekom aktiv geworden.
Baustelle in Lunestedt (10.05.09)
Im Lunestedter Gewerbegebiet (Gewerbekamp) am Bahnhof wurde jetzt die Baustelle eingerichtet.
Die Leerrohre (TeleRohr PE-HD) werden in Lunestedt von der Firma Wähler verlegt.
12. Mai 2009 Die ersten ca. 1,5 km Leerrohre sind bisher in Lunestedt verlegt. (Fotos: Lange Str. Ecke Lindenstr. / An der Lune)
Wir freuen uns, dass sich die Deutsche Telekom entschieden hat in Lunestedt mit der Verlegung von Leerrohren zu beginnen. Das Warten und die Bemühungen Einzelner haben sich somit gelohnt. Nach der Verlegung der Leerrohre werden diese mit entsprechenden Kabeln belegt. Beides soll kurzfristig umgesetzt werden. Es ist davon auszugehen, dass bis Ende des Jahres Anschlussmöglichkeiten vorhanden sind.
Die Firma Wähler hat den Auftrag für diese Maßnahme erhalten und hat ihr Materiallager im Gewerbegebiet in Lunestedt bereits bezogen. In Lunestedt sind folgende Straßen betroffen. Schulstraße, Lindenstraße, Lange Straße, Bahnhofstraße (Einmündung Schmiedestraße bis Ortsausgang Hollen) und Hauptstraße (Einmündung Schulstraße bis Wesermünder Straße). Die Bauarbeiten werden teilweise oberirdisch oder in geschlossener Bauweise durchgeführt.
Die Trasse wird weiter über Hollen nach Bokel in andere Landkreise geführt. Wir bitten entsprechende Behinderungen kurzfristig hinzunehmen.
Zeitungsartikel aus der Nordsee-Zeitung (Sa. 06.06.09 Kreisanzeiger ):
Anschluss an das Breitbandnetz naht
Im Auftrag der Deutschen Telekom wird kräftig gebuddelt
Stubben/Axstedt (agp). Schnell ins Internet? Für viele Nutzer, vor allem für Geschäftsleute und Unternehmen, ist dies in Teilen der Samtgemeinden Beverstedt und Hambergen bisher ein Problem. Im Auftrag der Deutschen Telekom wurde und wird in den Bereichen Stubben, Lunestedt, Hollen, Bokel und Axstedt kräftig gebuddelt, damit sie sich künftig in die „Datenautobahn“ einklinken können.
Stefanie Halle, Pressesprecherin der Telekom, rechnet damit, dass es im ersten Quartal 2010 soweit sein wird, dass sich Kunden in diesen Bereichen an das Breitbandnetz anschließen können. Dabei betont sie auf NZ-Nachfrage, dass ein „diskriminierungsfreies Netz“ erstellt wird. Heißt: Nicht nur Kunden der Telekom können dann die Möglichkeiten des DSL-Anschlusses nutzen, sondern auch Kunden von Mitbewerbern. Deshalb wird jetzt gebuddelt. Endlose Rohre verschwinden dabei im Boden. „Vom Netzknoten der Telekom am Bahnhof Stubben werden drei Kabelstränge gelegt, über die der DSL-Anschluss später möglich ist“, erklärt Heinz Janda von der Technikniederlassung der Telekom in Bremerhaven.
Trasse 1: Entlang der Rheinstraße nach Lunestedt, am Freschluneberger Friedhof vorbei in die Schulstraße, zudem in die Bahnhofstraße, nach Hollen durch die Schulstraße bis zur Sühne. Trasse 2: Von Brunshausener Straße nach Holste und Hellingst. Trasse 3: Nach Bokel, Langenfelde, Lohe und Axstedt.
Die verlegten Rohre haben einen Innendurchmesser von 40 Millimetern. Diese Tiefbauarbeiten werden voraussichtlich Ende Juli abgeschlossen. In die Rohre werden später dann die Kabel eingezogen, die ab Werk drei Kilometer lang sind. Zudem werden „Multifunktionskästen“ aufgestellt, in denen die Kabel miteinander verbunden und somit an die Systeme der Telekom angeschlossen werden. Für die Rohre werden offene Kanäle gegraben, weil dies das billigste Verfahren sei, so Janda. Wo nicht so leicht die Erde aufgegraben werden kann, weil Bäume oder Straßen im Weg sind, wird die Arbeit mit gesteuerter Horizontalspülbohrtechnik erledigt. Dabei verschwinden die Rohre bis zu drei Meter tief im Erdreich. Wie etwa in der Lunestedter Hauptstraße auf einer Länge von fast 200 Metern unter den Baumwurzeln hindurch: Der Maschinist der Anlage sitzt auf dem Steuerstand, bedient ab und zu einen Hebel und sieht versonnen in ein kleines Loch im Boden. Hier verschwindet unter einem Druck von 7,5 Tonnen das Bohrgestänge schräg in der Erde, das in 3-Meter-Abständen verlängert wird. Gerade noch in Sichtweite, aber über Funkgerät verbunden, steht ein Kollege mit einem Messgerät. Genau unter ihm ist die Spitze der Bohrung. Er gibt dem Maschinisten Anweisungen, ob der etwas nach rechts oder links steuern sollte – bis am Ende die Spitze wieder aus dem Boden herauskommt. Auf dem Weg zurück wird mit dem Bohrgestänge auch das Kabelrohr von der Trommel durch die Erde mitgezogen.
Wo möglich werden, wie hier in der Lindenstraße in Lunestedt (linkes Foto), die Plastikrohre für die DSL-Kabel in offene Kanäle gelegt. Sind Bäume oder Straßen im Weg, treibt eine Maschine mit Horizontalspülbohrtechnik (rechtes Foto) ein Bohrloch darunter hindurch, in das das Rohr eingezogen wird – entlang der Hauptstraße auf einer Länge von fast 200 Metern und in über drei Metern Tiefe. Fotos: agp
Video: Bauarbeiten an der Hauptstr.
15. Juli 2009: In Lunestedt sind mittlerweile die Leerrohre verlegt und die Glasfaserkabel (LWL) wurden in die Rohre eingezogen. Die Kabel enden bisher an den einzelnen Kabelverzweigern (KVz), zu denen noch die Multifunktionsgehäuse (mit der DSL-Technik ) kommen.
Hier ein Video über die Technik, um Glasfaserkabel zu verbinden:
Spleissen von Glasfaserkabeln (LWL-Fasern)
14. September 2009: Seit dem 3. September 2009 werden in Lunestedt die Multifunktionsgehäuse (Outdoor-DSLAM) aufgestellt. Fotos 1 bis 4: Bahnhofstr. Ecke Schmiedestr.
Die Kabelverzweiger und Outdoor-DSLAM in Lunestedt:
Zeitungsartikel aus der Nordsee-Zeitung (Fr. 19.02.10 S.18 NZ-SÜD):
DSL bald auch in Lunestedt Samtgemeinde Beverstedt hofft auf weitere Fördermittel zum Ausbau des Breitbandnetzes von Herbert Klonus Auf der Landkarte ist die fast 20 Hektar große Samtgemeinde Beverstedt fast durchweg grün mit ihren vielen Wiesen- und Waldflächen. Viele weiße Flecken gibt es aber bei der Versorgung mit dem „schnellen Internet“. Von den neun Mitgliedsgemeinden sind bisher lediglich Beverstedt, Stubben und Bokel relativ gut versorgt. Das soll sich schon bald ändern.
In den Ortschaften Lunestedt, Hollen, Bokel-Langenfelde und -Kransmoor hat die Deutsche Telekom AG laut Mitteilung der Samtgemeindeverwaltung Beverstedt eine Glasfaseranbindung mit Überbauung der Kabelverzweiger vorgenommen. Laut Telekom stehe aber die Abnahmemessung noch aus. Mit der Inbetriebnahme und dem Beginn der Vermarktung sei aber noch im ersten Quartal zu rechnen. Das berichtete jetzt Dieter Allers, Fachdienstleiter in der Bauverwaltung des Rathauses Beverstedt, den Mitgliedern des Samtgemeinde-Ausschusses für Wirtschaftsförderung. „Wir bemühen uns seit zwei Jahren in Zusammenarbeit mit der Agentur für Wirtschaftsförderung des Landkreises darum, die Breitbandversorgung in der Samtgemeinde zu verbessern“, betonte Allers. Die Mitgliedsgemeinden haben diese Aufgabe auf die Samtgemeinde übertragen, damit von der Kommune zentral die Förderanträge an den Bund gerichtet werden können. Zunächst waren umfangreiche Einwohnerbefragungen vorgenommen worden. „Die Beteiligung lag zwar durchschnittlich bei nur etwa zehn Prozent, aber die Auswertung der Fragebögen erfolgte straßenweise und dadurch konnten Rückschlüsse auf den derzeitigen Empfang geschlossen werden“, berichtete Allers. Denn Fördermittel aus dem Fonds der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) gibt es nur für Gebiete, in denen die maximal mögliche Datenübertragungsrate weniger als ein Megabit beträgt. Die Firma Lan-Consult erstellte für die Samtgemeinde Beverstedt eine Machbarkeitsstudie. „Dabei hat sich gezeigt, dass in den Ortszentren der Standorte der Hauptverteiler in Beverstedt und Stubben sowie in Bokel-Ort mit bis zu zwei Megabit eine relativ gute DSL-Versorgung gewährleistet ist“, berichtete Allers. Gleiches gelte teilweise für Frelsdorf, Kirchwistedt und Wellen. Ein Förderantrag auf GAK-Mittel für die Ortschaften Frelsdorf, Heerstedt und Wollingst habe im vergangenen Jahr keinen Erfolg gehabt, so Allers weiter. Für 2010 habe die Samtgemeinde einen neuen Antrag gestellt. „Die Entscheidung fällt voraussichtlich im März.“ Für die Ortschaften Appeln, Altwistedt/Ahe und Wellen hoffe man auf eine Förderung des Landes im Rahmen des Konjunkturprogramms II. Eine Entscheidung sei auch hier nicht vor Ende März zu erwarten, teilte der Fachdienstleiter mit.
Zeitungsbericht aus dem Sonntgasjournal (21.02.10 S.17) der NZ
Kabel doch für DSL
Beverstedt (jwp). Weite Teile der Samtgemeinde Beverstedt sind in Bezug auf die „schnelle Datenautobahn“ noch immer weiße Flecken. Doch zumindest für den Telefon-Vorwahlbereich „04748“ wird sich das in Kürze ändern. Bereits seit Sommer 2009 ließ die Telekom in Lunestedt, Hollen und den Bokeler Ortsteilen Kransmoor und Langenfelde Glasfaserkabel verlegen. Nachdem der Konzern noch im November vergangenen Jahres von „Modernisierungsmaßnahmen der bestehenden technischen Infrastruktur“ gesprochen hatte, die „derzeit nicht auf einen DSL-Ausbau in den Gemeindeteilen ausgerichtet“ seien, ist das Verstecken jetzt zu Ende: Noch in diesem Quartal, so die Informationen der Samtgemeinde, soll nach Behebung bestehender Probleme mit der Software mit der Vermarktung begonnen werden. Noch etwas länger gedulden müssen sich die Einwohner von Frelsdorf, Heerstedt und Wollingst, hier hofft die Samtgemeinde ebenso auf Fördermittel wie für die Ortschaften Altwistedt/Ahe, Appeln und Wellen.
Zeitungsartikel aus dem “Anzeiger” am Sonntag (21.02.10 Seite 1):
März ein Monat der Entscheidungen Samtgemeinde Beverstedt will flächendeckende DSL-Versorgung
Beverstedt (sw). „In der Samtge-meinde gibt es viele weiße Flecken, in denen nur ein sehr langsamer oder teilweise gar kein DSL-Internet-Zugang für die Bevölkerung zur Verfügung steht“, erklärte Dieter Allers von der Bauverwaltung der Samtgemeinde Beverstedt. Schon in den vergangenen Jahren beschäftigten sich die Ratsmitglieder der Mitgliedsgemeinden mit diesem Thema. In Appeln gibt es zum Beispiel nur sehr geringe Übertragungsraten. Auch in Lunestedt leiden nicht nur die Einwohner unter der schlechten Versorgung, besonders Gewerbetreibende sind auf schnelle Internetverbindungen angewiesen. Die Wünsche der Bevölkerung ermittelte die Samtgemeinde Beverstedt bereits in Einwohnerbefragungen. Die so ermittelten Standortnachteile sollen nun beseitigt werden. Seit zwei Jahren bemühen sich die Mitarbeiter der Samtgemeinde in Zusammenarbeit mit der Agentur für Wirtschaftsförderung (AfW) des Landkreises Cuxhaven um eine Verbesserung. In den Ortschaften Lunestedt, Hollen, Bokel-Kransmoor und Bokel-Langenfelde hat die Deutsche Telekom AG ohne öffentliche Förderung eine Glasfaseranbindung vorgenommen. „Laut Auskunft des Anbieters fehlt es aber noch an der Abnahmemessung“, erklärte Dieter Allers. Die Vermarktung der besseren Versorgung soll allerdings noch im ersten Quartal 2010 erfolgen. Für die Ortschaften Frelsdorf, Heerstedt und Wollingst hat die Samtgemeinde Beverstedt nun erneut einen Förderantrag eingereicht. Die Samtgemeinde Beverstedt kann bis zu 90 Prozent der Angebote der Telekommunikationsanbieter als Zuschuss erhalten. Wie groß die Chance auf einen Zusage ist, konnte Allers allerdings nicht festlegen. „Insgesamt 102 Anträge gibt es für solche Maßnahmen in Niedersachsen. Davon fallen schon 17 Anträge in den Landkreis Cuxhaven“, so der Verwaltungsangestellte. Im März rechnet er mit einer Antwort. Die Orte Appeln, Altwistedt/Ahe und Wellen sind in einem weiteren Fördertopf an den ersten Positionen der Prioritätenliste. Hier wurde der Zuschlag für die Ausschreibung auf Ende März verschoben.
25.05.10 DSL Aktuell
Lunestedt: In einem Teil der Gemeinde konnten jetzt die ersten DSL-6000 und DSL-16000 Anschlüsse geschaltet werden. In den Straßen ausserhalb der “blauen Zone” (siehe Plan) sind Schaltungen teilweise schon möglich. Der Rest der Gemeinde (blaue Zone) folgt vermutlich bis Mitte 2010.
Speedtest eines DSL-16000 Anschlusses in der Dorfstr. :
Aktuelle Infos (Ausbaustatus) und wie z.B. ein DSL-Auftrag bei der Telekom beantragt wird, gibt es hier: DSL Forum Lunestedt Hinweis: Um das Forum zu betreten, ist eine registrierung erforderlich!
Zeitungsartikel aus der Nordsee-Zeitung (Do. 24.06.10 S.23 NZ-SÜD):
Ratsmitglieder sind „stinksauer“ auf die Telekom Lunestedt: Gemeinderatssitzung 17. Juni 2010
Ein Thema, das in Lunestedt für Diskussionen sorgt, sind die Schwierigkeiten Lunestedter Bürger beim DSL-Anschluss. Eine Karte, die die Telekom der Samtgemeindeverwaltung vorgelegt hatte, erregte den Unwillen der Ratsmitglieder. Hans Woltmann: „Wir haben durch Mittel aus dem Konjunkturpaket mit unseren Steuermitteln bezahlt, was wir nun nicht kriegen.“ Ausgerechnet in Neubaugebieten und dem Gewerbegebiet am Bahnhof soll ein Anschluss nicht möglich sein. Der Rat sei „stinksauer“ und beschloss einstimmig, dass die Verwaltung an die Telekom herantreten und Abhilfe verlangen solle.